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Management

100% Auslastung – alles Einstellungssache

Boris Gloger schrieb vor einiger Zeit, dass Denken in Auslastung blödsinnig ist. Angeregt durch den Beitrag und das Thema, fielen mir Situationen ein, bei denen Manager auf mich als Scrum Master oder meinen Product Owner zukamen und behaupteten, dass die Teams, mit denen ich arbeitete, nicht ausgelastet seien. Nach einem kurzen Gespräch mit den Managern und betroffenen Teammitgliedern, konnte ich mir dann schnell ein Bild von der eigentlichen Situation machen und die Kommunikation in die richtige Richtung lenken. Wie kam es zu der Annahme und was tue ich in diesen Situationen?

Das Missverständnis

Treffen sich ein Manager und Entwickler auf dem Flur. Sagt der Manager „Na, wie läufts bei euch im Team, kommt ihr voran?“ Darauf sagt der Entwickler „Diesen Sprint habe ich nicht wirklich etwas zu tun, da das Sprint Backlog nur Backlog Items für die Frontend-Entwickler enthält.“ Denkt sich der Manager „Hmmm…, da sitzt jemand rum und hat nichts zu tun!“.

Sie merken, dieser angedeutete Witz hat keine Pointe, weil diese Situation in vielen Unternehmen zum Alltag gehört. Was so nebenbei beim Small-Talk ausgetauscht wird, wirkt sich häufig in falschen Annahmen aus. Leider ist es bei vielen Managern immer noch so, dass sie annehmen, eine 100% Auslastung sei erstrebenswert. Wenn also jemand sagt, dass er „nichts zu tun hat“, dann bedeutet dies für den Manager, dass nicht effizient gearbeitet wird oder der Drang zum regulierenden Eingreifen steigt. Als Scrum Master ist es in diesen Situationen wichtig, in Richtung Management und Scrum Team zu kommunizieren. Weiterlesen

Product Owner im Portrait: Interview Björn Waide

Im heutigen Interview steht Björn Waide (@waide) meinen Fragen Rede und Antwort. Björn bekleidet die Rolle als Product Owner seit geraumer Zeit und blickt auf einen reichen Erfahrungsschatz in der Arbeit mit diversen Scrum Teams zurück. Nach dem Studium der Informatik startet Björn als Software-Entwickler in das Berufsleben und ist mittlerweile sechs Jahre als Produktmanager tätig. Durch die Arbeit in einem agilen Arbeitsumfeld verantwortete er in den letzten drei Jahren verschiedene Produkt-Initiativen in der Rolle des Product Owners. Erfahren sie im Interview mehr über seine Erfahrungen, Herausforderungen und Tipps.

Steckbrief

  • Name: Björn Waide
  • Alter: 32
  • Angestellt als: Director Product Management
  • Product Owner Rolle seit: 2009
  • Berufserfahrung gesamt: 6 Jahre
  • Branche: Internet, Dienstleistung
  • Produkt Thema: Social Network

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Die Product Owner Rolle stellt hohe Anforderungen aus allen möglichen Teilgebieten an den, der sie ausfüllen soll. Man muss sich in Details auskennen und doch immer das große Ganze sehen. Muss mit Entwicklern über technische Machbarkeit diskutieren oder mit dem Marketing über Produkteinführungsstrategien. Es gibt wohl kaum jemanden, der alle Anforderungen aus allen Teilgebieten gleich gut abdeckt. Für jeden wird also die Schwierigkeit an einer anderen Stelle liegen. Es ist wichtig, sich selbst zu reflektieren und an den Punkten, an denen Wissen oder Erfahrung fehlt, Hilfe von Kollegen oder Fachspezialisten einzuholen. Weiterlesen

Gastbeitrag: Sprint Zero – Die Null muss stehen

Gastbeitrag: Sven Röpstorff www.agiletransparency.com

Wenn man ein neues Projekt bei einem Kunden beginnt, muss man sich die Projektumgebung oft selbst organisieren oder doch zumindest sicherstellen, dass sie den eigenen Ansprüchen genügt. Gerade bei Scrum-Projekten möchte man gleich mit dem ersten Sprint Funktionalität implementieren und sich nicht erst noch mit organisatorischen Problemen herumschlagen, die man durchaus vorher hätte erledigen können. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie schlecht vorbereitet manche Teams in ihren ersten Sprint geschickt werden. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach –  man führt vor Sprint 1 einen sogenannten Sprint Zero durch. In diesem vorgelagerten Sprint wird der die Umgebung und der erste Sprint so vorbereitet, dass man sofort mit der Implementierung von Funktionalität beginnen kann. So vermeidet man die üblichen Probleme, z.B. dass man keinen Zugang zum Entwicklungsserver hat, dass ein Entwickler gern einen zusätzlichen Monitor hätte, dass die Stühle im Projektraum Rückenschmerzen verursachen usw.

Der Sprint Zero ist natürlich projekt- und unternehmensspezifisch, aber das folgende Praxisbeispiel gibt vielleicht einen guten Einblick, was man machen kann.

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Serie Product Owner im Potrait – Eine Rolle, viele Herausforderungen

Die Rolle des Product Owners ist unbenommen eine der herausforderndsten Rollen in der agilen Entwicklung. Daher ist es umso wichtiger, bei der Auswahl genau darauf zu achten, dass diese zentrale Rolle richtig besetzt wird, um den hohen Anforderungen und Herausforderungen zu entsprechen. Alles läuft durch die Hand des Product Owners – er trägt die Verantwortung für das Produkt. Er fungiert als Schnittstelle zum Management und zu internen und externen Projektinteressenten und –beteiligten, sowie zu seinem Team. Dabei stehen für den Product Owner die Bedürfnisse des Kunden im Vordergrund. Diesen Bedürfnissen entspricht er durch die Kenntnis der Marktanforderungen, der zeitlichen und monetären Wichtigkeit der kommenden produktspezifischen Themen. Deshalb plant und führt er das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Team und dem Scrum Master.

Die Erfahrungen aus vielen Projekten zeigen, dass auf eine vernünftige Besetzung der Rolle als Product Owner großen Wert gelegt werden sollte. Die richtige Auswahl ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da man sich ansonsten schnell auf einen kritischen Pfad begibt und damit

  • den Erfolg eines Produkts oder das Unternehmen gefährdet,
  • Kundenbedürfnisse nicht erfüllt,
  • monetäre Ressourcen verschwendet,
  • die Stärken des Entwicklungsteams nicht nutzt oder
  • die Arbeit eines Scrum Masters / Agilen Coaches zu Staub werden lässt.

Starke Product Owner vereinen viele Talente in sich. Ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass es nur wenige gibt, die diese Rolle optimal ausfüllen und leben. Ich habe einige Product Owner kennengelernt und versucht, die Anforderungen an die optimale Ausgestaltung der Rolle in folgendem Schaubild festzuhalten. Weiterlesen

AgileEE 2011 – A hot spot on Agile

Jurgen Apello, Alistair Cockburn, J. B. Rainsberger, Vasco Duarte, Robin Dymond, Danny Kovatch und viele mehr, wie bspw. Sven, einige meiner Kollegen und ich, waren auf der Agile Eastern Europe Conference 2011 in Kiev zu Gast. Die Tage in Kiev waren (wie im vergangenen Jahr) wieder sehr inspirierend und ich konnte wiederholt eine Menge Anregungen mitnehmen. Inspiriert hat mich nicht nur wieder Stadt und Menschen in Kiev, sondern auch die vielen guten Vorträge während der zweitägigen Konferenz.  

Zudem konnte ich zwei Tage vor der Konferenz dem Management 3.0 Kurs mit Jurgen Apello (@jurgenappelo) beiwohnen, der in einer kleinen Runde von 15 Leuten stattfand. Der Kurs hat sich wirklich gelohnt und meine Kollegen und mich in viele energiereiche Diskussionen involviert. Seine guten praktischen Spiele haben uns dazu veranlasst, auch nach dem Kurs unsere Gedanken freien Lauf zu lassen.  Wir haben viele Fragen und Aufgaben mitgenommen, die es in den kommenden Wochen zu beantworten gilt.

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