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Agile

Impro(ve) Agile Game Session auf der Social Media Week 2017

„Dir wächst da was aus den Ohren – ist das Brokkoli?“

Zum zweiten Mal nahmen Laura und ich beim StartUpDay im Rahmen der Social Media Week teil. In der Session mit dem Namen „Impro(ve) Agile“ sollten die Teilnehmer nicht nur Inhalte konsumieren, sondern vor allem auch partizipieren. Damit war bei vielen der Anwesenden die Überraschung perfekt, da sich das Angebot von den übrigen Formaten absetzte. Ziel war es, einen Raum zu öffnen, in dem die Teilnehmer ganz selbstverständlich aktiv mitmachen, hier und da über sich hinausgehen und vor allem Spaß haben.

Die interaktive Session brachte den Teilnehmern agile Werte auf spielerische Weise mit Methoden aus dem Improvisationstheater näher. Die Idee war für uns sehr naheliegend, da es beim Improvisationstheater darum geht, aufeinander zu achten, zusammenarbeiten, zu kommunizieren und aneinander zu vertrauen. Laura, die eine sehr lange Theater- und Improvisationstheater-Vergangenheit hat und in ihrer Freizeit aktiv „Impro spielt“,  warf einmal in einem Gespräch diese enge Verbindung auf. Eine Idee war geboren und musste ausprobiert werden.

Improvisieren auf der Bühne – wie im Arbeitsalltag

Viele wichtige Regeln für das Improvisieren auf der Bühne gelten auch für den Arbeitsalltag in Teams. Ebenso spielen agile (Scrum) Werte wie Fokus, Respekt, Offenheit, Commitment oder Mut eine wichtige Rolle im Improvisationstheater. Die Transition in Unternehmen, der Kulturwandel hin zu agilen Teams verlangt den beteiligten Menschen oftmals einiges ab. Mit gutem Gewissen könnte ich auf Teams zugehen und ihnen die folgende Regeln aus dem Improvisationstheater vorstellen: Weiterlesen

Meine Eindrücke zum Agile by Nature Camp 2016

Im Camp Reinsehlen fand vom 6. -8. Oktober 2016 das Agile by Nature Camp zum zweiten Mal statt. Wie im vergangenen Jahr, entschieden wir uns als Organisatoren für einen Rahmen von 50 Teilnehmern für die Unkonferenz. Das dies die richtige Entscheidung war, erhielten wir während (und nach den drei Tagen) wiederholt als positive Rückmeldung.
Die Stimmung beim diesjährigen Barcamp war erneut hervorragend. Viele der Teilnehmer haben die Chance genutzt, um den Termin erneut wahrzunehmen und sich ganz im Sinne einer Unkonferenz die drei Tage selber zu gestalten.

Tag 1 – Vorfreude & Ankommen

Am Donnerstagabend starteten wir mit etwas Auflockerung und Kennenlernen in den Abend. Bei leckerem Abend-Buffet erhielt man einen guten Vorgeschmack auf die kommenden 1,5 Tage. Im Anschluss an das Essen waren die Teilnehmer aufgefordert, sich in Teams zusammenzufinden, sich vorzustellen, einen Teamnamen zu geben und mit dem Hashtag #abnc16 eine Willkommensnachricht zu posten. Im Anschluss fand die Begrüßung und einige Lightningtalks statt. Hier bekamen alle einen tiefergehenden Eindruck von dem, was die Teilnehmer beschäftigt. Der Abend klang an der Bar mit netten Gesprächen und gewisser Vorfreude am Kaminfeuer aus. Weiterlesen

Rezension: Agile Teams lösungsfokussiert coachen

Wie der Titel des Buches vermuten lässt, geht es um den lösungsfokussierten Coaching-Ansatz in der Arbeit mit agilen Teams. Ein Grundprinzip dieses systemischen Ansatzes lautet „Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tu mehr davon!“. Dieser Inspect & Adapt Gedanke bildet auch die Basis für die ständige Weiterentwicklung agiler Teams. Ein lösungsfokussierter statt problemfokussierter Ansatz hilft dabei, komplexen Situationen in kleinen Schritten entgegenzutreten. Es geht nicht um die Schuldfrage sondern darum, wie sich die Beteiligten selber helfen können. Dies immer unter dem Grundgedanken, dass jeder einen positiven Beitrag leisten mag.

In meiner unterstützenden Rolle für agil arbeitende Teams, gefällt mir dieser systemische Ansatz und Gedanke sehr gut. Das Buch hilft dabei, die Symbiose aus agilem Denken und Coaching besser nachzuvollziehen und öffnet neue Wege, für die Zusammenarbeit mit agilen Teams. Dabei hilft die Orientierung an den bereits verwendeten Instrumentarien, die bei der agilen Produktentwicklung zum Einsatz kommen.

Das Buch hilft nicht nur Scrum Mastern oder Agile Coaches dabei, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen, zu lernen und die Beteiligten in die Lage zu versetzen, selber Handlungen vorzunehmen und sich dabei Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Rezension erschienen auf produktbezogen.de
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Agile by Nature – Agile Bar Camp

Die Wellen schlagen hoch und die Möwen schreien es über das Meer hinaus: Das erste Agile Camp für den Norden hat stattgefunden und vor allem Spaß gemacht! Auf dem Blog vom Wer liefert Was? habe ich einen kurzen zusammenfassenden Beitrag meiner Eindrücke festgehalten.

Zu Besuch auf dem ersten Agile Coach Camp für den Norden Deutschlands

Sven, als Co-Organisator des Bar Camps, berichtet auf Scrum in der Praxis darüber.

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100% Auslastung – alles Einstellungssache

Boris Gloger schrieb vor einiger Zeit, dass Denken in Auslastung blödsinnig ist. Angeregt durch den Beitrag und das Thema, fielen mir Situationen ein, bei denen Manager auf mich als Scrum Master oder meinen Product Owner zukamen und behaupteten, dass die Teams, mit denen ich arbeitete, nicht ausgelastet seien. Nach einem kurzen Gespräch mit den Managern und betroffenen Teammitgliedern, konnte ich mir dann schnell ein Bild von der eigentlichen Situation machen und die Kommunikation in die richtige Richtung lenken. Wie kam es zu der Annahme und was tue ich in diesen Situationen?

Das Missverständnis

Treffen sich ein Manager und Entwickler auf dem Flur. Sagt der Manager „Na, wie läufts bei euch im Team, kommt ihr voran?“ Darauf sagt der Entwickler „Diesen Sprint habe ich nicht wirklich etwas zu tun, da das Sprint Backlog nur Backlog Items für die Frontend-Entwickler enthält.“ Denkt sich der Manager „Hmmm…, da sitzt jemand rum und hat nichts zu tun!“.

Sie merken, dieser angedeutete Witz hat keine Pointe, weil diese Situation in vielen Unternehmen zum Alltag gehört. Was so nebenbei beim Small-Talk ausgetauscht wird, wirkt sich häufig in falschen Annahmen aus. Leider ist es bei vielen Managern immer noch so, dass sie annehmen, eine 100% Auslastung sei erstrebenswert. Wenn also jemand sagt, dass er „nichts zu tun hat“, dann bedeutet dies für den Manager, dass nicht effizient gearbeitet wird oder der Drang zum regulierenden Eingreifen steigt. Als Scrum Master ist es in diesen Situationen wichtig, in Richtung Management und Scrum Team zu kommunizieren. Weiterlesen