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Agile Softwareentwicklung

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Product Owner im Potrait: Niklas Sum

niklas_sumDen ersten Artikel des Jahres widme ich Niklas Sum, der momentan als Product Owner bei www.betterplace.org tätig ist. Nach seinem Studium der Betriebswissenschaft arbeitete er bis 2009 bei SportScheck in München. Seit Januar 2010 unterstützt er das Produktmanagement bei betterplace.org in Berlin. Privat ist der Umweltschutz eines der zentralen Anliegen von Nicklas, der unter anderem das Projekt www.energie-ohne-zukunft.de auf die Beine gestellt hat. Als Product Owner ist er dort für die Weiterentwicklung der Website zuständig, an der täglich mit einem Scrum Team gearbeitet wird. Niklas beschreibt im Interview, wie sein Tagesgeschäft bei betterplace.org aussieht, welche Herausforderungen auf ihn warten und gibt hilfreiche Tipps, die für die Arbeit in der Rolle als Product Owner hilfreich sind.

Steckbrief

  • Name: Niklas Sum
  • Alter: 25
  • Angestellt als: Produktmanager
  • Product Owner Rolle seit: 2011
  • Berufserfahrung gesamt: 2,5 Jahre
  • Branche: Internet, e-Commerce
  • Produkt Thema: betterplace.org – Spendenplattform und Marktplatz für soziales Engagement

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Das Schwierigste ist häufig das Setzen von Prioritäten. Auf der einen Seite stehen die Stakeholder mit sehr vielen guten Ideen, auf der anderen Seite ein relativ kleines Entwicklerteam. Hier die richtige Entscheidung zu treffen, was auf die Product Roadmap kommt, in der „Icebox“ landet oder auf die ganz lange Bank geschoben wird, ist essentiell. Weiterlesen

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Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban

Vor einigen Tagen ist das Buch „Agile Projekte mit Scrum, XP, Kanban im Unternehmen durchführen: Erfahrungsberichte aus der Praxis“ bei mir in der Post gelandet. Ich habe mich schon darauf gefreut, da ich die Texte für Susanne Reppin und Sven Röpstorff vorab lesen und reviewen durfte. Henning Wolf, bekannt durch viele Veröffentlichungen zum Thema Agile Softwareentwicklung, hat sich 13 Fachleute zusammengesucht und diese Erfahrungsberichte im Buch gebündelt wiedergegeben. Eine schöne Idee.

Ich habe bis dato einige Erfahrungsberichte gelesen und finde vieles durch den starken Praxisbezug sehr interessant. Besonders gefallen mir die unterschiedliche Herangehensweisen bei der Umsetzung und die Blickwinkel der Autoren, Lernkurven sowie Lösungsansätze. Im Buch kann man sich zu folgenden Schwerpunkten informieren:

  • Scrum-Einführung in einem klassischen Organisationsumfeld
  • Kanban für Serviceteams
  • Agilität in einem Großunternehmen
  • Vom Micromanagement zu Scrum
  • Agilität unter Festpreisbedingungen
  • Kanban für Systemadministratoren
  • Agilität bei der Unternehmensgründung
  • Agile Werte und Transparenz bei Veränderungsprojekten
  • Kanban in Vertrieb und Verwaltung

Sehr gut finde ich die Idee, nach jedem Kapitel eine Auflistung der agilen Werte als Zusammenfassung zu liefern. Es werden hier Aspekte des Projekts anhand einer Skala eingestuft und zusammenfassende Eräuterungen des jeweiligen Autors vorgenommen.

Für alle diejenigen, die etwas über die Praxis agiler Projekte erfahren möchten, die bereits Vorkenntnisse haben und die oben genannten Themenschwerpunkte interessant finden, sollten nicht zögern einen Blick in das Buch zu werfen. „Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban“ gibt es ab morgen im Buchhandel zu erwerben.

Update zur Verlosung des Buches „Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban“.

Der Gewinner ist in einem komplizierten und kostenintensiven Losverfahren (Danke Björn) ermittelt worden und kann sich schon bald über das Buch freuen. Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank an die Teilnehmer, deren Vorschläge ich mir zu Herzen nehmen werde. 

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sprintzero

Gastbeitrag: Sprint Zero – Die Null muss stehen

Gastbeitrag: Sven Röpstorff www.agiletransparency.com

Wenn man ein neues Projekt bei einem Kunden beginnt, muss man sich die Projektumgebung oft selbst organisieren oder doch zumindest sicherstellen, dass sie den eigenen Ansprüchen genügt. Gerade bei Scrum-Projekten möchte man gleich mit dem ersten Sprint Funktionalität implementieren und sich nicht erst noch mit organisatorischen Problemen herumschlagen, die man durchaus vorher hätte erledigen können. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie schlecht vorbereitet manche Teams in ihren ersten Sprint geschickt werden. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach –  man führt vor Sprint 1 einen sogenannten Sprint Zero durch. In diesem vorgelagerten Sprint wird der die Umgebung und der erste Sprint so vorbereitet, dass man sofort mit der Implementierung von Funktionalität beginnen kann. So vermeidet man die üblichen Probleme, z.B. dass man keinen Zugang zum Entwicklungsserver hat, dass ein Entwickler gern einen zusätzlichen Monitor hätte, dass die Stühle im Projektraum Rückenschmerzen verursachen usw.

Der Sprint Zero ist natürlich projekt- und unternehmensspezifisch, aber das folgende Praxisbeispiel gibt vielleicht einen guten Einblick, was man machen kann.

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Product Owner im Portrait: Petra Wille

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Nachdem diese Interviewserie letzte Woche mit hoher Resonanz gestartet ist, berichten wir heute über die Erfahrungen von Petra Wille. Petra arbeitet seit knapp drei Jahren in der Rolle als Product Ownerin und hat somit viele Erfahrungen in ihren Scrum Projekten sammeln können. Vielen ist Petra vor allem durch ihren privaten Blog www.augenpralinen.de bekannt, auf dem sie über allerlei Kreatives aus der Wohn- und Einrichtungswelt berichtet.

Steckbrief

  • Name: Petra Wille
  • Alter: 31
  • Angestellt als: Director Product Management
  • Product Owner Rolle seit: 2008
  • Berufserfahrung gesamt: 7 Jahre
  • Branche: Internet, Dienstleistung
  • Produkt Thema: Übersetzungs-Software

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Vor allem das hin und her zwischen den unterschiedlichen Detailgraden ist sehr schwierig. Zum Beispiel spricht man über die Produktstrategie der nächsten 12 Monate und fünf Minuten später will der Entwickler wissen, wo die Checkbox hin soll. Zudem ist ein schwieriger Teil der Aufgabe „Beweise“ für sein Bauchgefühl zu liefern. Beispielsweise entwickelt man mit der Zeit zwar ein Gespür dafür, was die Nutzer gut finden und was nicht. Es kann jedoch auch sein, dass Nutzerbefragungen überraschende Ergebnisse zu Tage fördern. Dasselbe gilt für Nutzungszahlen oder Businesskennzahlen. Als Product Owner muss man alles zu einem Gesamtbild zusammenführen.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Fähigkeiten eines Product Owners?

Zum einen sollte man sich in seinen Kunden hineinversetzen können und dabei die Fähigkeit zur Abstraktion haben. Denn nicht aus dem Nutzer heraus entsteht die Innovation sondern in dem ich in meiner Rolle, die Bedürfnisse des Nutzers verstehe und weiß, was technisch machbar ist. Daher sollten Product Owner in meiner Branche Interesse am aktuellen Stand der Technik haben. Auch analytische Fähigkeiten schaden dabei nicht.

Welche Softskills sollten bei einem Product Owner besonders ausgeprägt sein?

Ein Product Owner muss Menschen mit auf eine Reise nehmen können. Er muss glaubhaft ein Bild der Zukunft zeichnen. Vor allem die Motivation des Teams ist davon stark abhängig. Weiterlesen

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Product Owner im Potrait – Interview Heike Funk

Wie in der vergangenen Woche angekündigt, starten wir in dieser Woche mit der Serie „Product Owner im Potrait“. Heike Funk wird heute über ihre Erfahrungen in der Rolle als Product Ownerin berichten. Lernen sie ihre persönlichen Erfolgsfaktoren innerhalb eines Scrum Teams, der Arbeit mit Kunden und Abstimmung mit Projektbeteiligten kennen. Erfahren sie, welche persönlichen und allgemeinen Herausforderungen dieser zentralen Scrum Rolle anhaften und welche Fehler auf keinen Fall gemacht werden sollten. 

Steckbrief

  • Name: Heike Funk
  • Alter: 31
  • Angestellt als: Director eRecruiting Products
  • Product Owner Rolle seit: April 2010
  • Berufserfahrung gesamt: 10 Jahre
  • Branche: Internet
  • Produkt Thema: Job-Portal

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Als Product Owner trägt man volle Verantwortung für sein Produkt. Alles, was man tut, ist darauf ausgerichtet, das Produkt erfolgreich zu machen. Hierfür benötigt man Input von vielen Stakeholdern – internen und externen. Am Wichtigsten sind natürlich die Kunden bzw. Nutzer des Produktes und diejenigen, die wir zu Nutzern machen wollen. Es gilt herauszufinden, was sie sich wünschen und das dann zusammen mit den Kenntnissen über den entsprechenden Markt in die Entwicklung des Produktes einfließen zu lassen. Aber auch diverse interne Stakeholder haben Input und Ideen für ein Produkt. Diese sollte man als Product Owner aufnehmen und neben eigenen Ideen bewerten, verwerfen oder berücksichtigen. Am Ende muss man selber entscheiden, was als nächstes umgesetzt wird und das dann auch vertreten. Für mich ist dies oftmals die größte Herausforderung. Man kann selten allen Leuten gerecht werden und es wird oftmals verlangt, dass man Entscheidungen ausgiebig rechtfertigt, noch bevor der Erfolg abgewartet wird. Weiterlesen