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Scrum praxisnah erläutert

Es ist geschafft! Sven und ich haben in den letzten Wochen und Monaten an einem für uns ganz speziellen Großprojekt gearbeitet – unser gemeinsames Buch. Es war eine tolle Idee, ein kurzer Entschluss und ein langer Weg bis hierher. Doch es hat sich unserer Meinung nach gelohnt, vor allem für die späteren Leser von „Scrum in der Praxis“ (www.scrum-in-der-praxis.de).

Erfahrungen, Problemfelder und Erfolgsfaktoren lautet der Untertitel und spiegelt damit auch im wesentlichen den Inhalt des Buches wieder. Wir wollten ein Buch schreiben, dass unsere Erfahrungen aus der alltäglichen Arbeit mit Scrum Teams zusammenfasst und die Scrum Theorie erleb- und greifbar macht. 

Agil Vor(an)gehen

Viele Unternehmen haben mittlerweile die Vorteile agiler Vorgehensweisen erkannt und wagen den Schritt weg vom traditionellen Projektmanagement hin zur Agilität. Die mit großem Abstand am weitesten verbreitete Methode ist aktuell Scrum. Allerdings bietet Scrum in seiner Reinform lediglich ein Rahmenwerk, innerhalb dessen eigene Ideen und Kreativität erforderlich und sogar erwünscht sind, sofern sie die gegebenen Rahmenbedingungen nicht verletzen. Um Scrum möglichst effizient mit Leben zu füllen, bedarf es einiger praktischer Erfahrung und eines grundlegenden Verständnisses des agilen Wertesystems. Beides ist nicht durch den Besuch eines zweitägigen Zertifizierungskurses zu erlangen, sondern muss durch operative Arbeit in agilen Projekten erlebt und erlernt werden. Weiterlesen

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Agile Werte Retrospektive

Manchmal ist es erforderlich und hilfreich, die agilen Prinzipien und Scrum Werte erneut in das Bewusstsein des Scrum Teams zu rücken. Justin Hennessey hat dazu kürzlich einen Beitrag verfasst. Darin schreibt er, dass es wichtig ist, sich dann und wann auf die agilen Werte zu besinnen. Ob nun ein „Reset“ bei einem Team, welches schon länger zusammenarbeitet oder bei einem jungen Team, dass die agilen Werte noch nicht verinnerlicht hat. Es kann verschiedene Gründe geben, um über die agilen Werte und Prinzipien zu sprechen. Die Besinnung, bspw. in einer Retrospektive, unterstützt ein Scrum Team dabei wertbasiert zu agieren. Die Retrospektive zeigt allen auf, welche Werte in welcher Ausprägung gelebt werden. Die Grundidee dieser Retrospektive entstammt von John Miller und kann immer wieder in Abständen angewandt werden.

Im Folgenden möchte ich eine Retrospektive von ca. 60 Minuten vorstellen, wie ich sie mit einem Team von 8 Personen durchgeführt habe. Für die Durchführung von Retrospektiven verwende ich das Schema von Esther Derby und Diana Larsen. Dieses teilt das Event in fünf Phasen ein.

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Versuchs mal Feature-Driven

Gastbeitrag: Katja Roth www.katjaroth.com

Das Team sitzt im Sprint Planning 2 zusammen und befasst sich mit der Frage, wie die im Sprint Planning 1 gezogenen User Stories umgesetzt werden sollen. Es klärt die technischen Details, stellt architektonische Fragen und schreibt das, was zu tun ist als Tasks auf Karteikarten. Typische Tasks sind: „Controller anpassen“ oder „Service schreiben“.

Nun beginnt der Sprint. Zwei Teammitglieder ziehen den Task „Controller anpassen“. Im Daily Scrum berichten sie am folgenden Tag darüber, was sie schon alles am Controller verändert haben und dass sie noch einen weiteren Tag benötigen, um die Arbeit zu beenden. Andere Teammitglieder wundern sich, warum dieser Task so viel Zeit in Anspruch nimmt, erinnern sich aber auch nicht mehr daran, was im Sprint Planning 2 zu diesem Task vereinbart wurde. Am Ende des Sprints ist die User Story nicht fertig, weil auch bei den anderen Tasks nicht klar war, was konkret getan werden sollte. Weiterlesen

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Product Owner im Potrait: Niklas Sum

niklas_sumDen ersten Artikel des Jahres widme ich Niklas Sum, der momentan als Product Owner bei www.betterplace.org tätig ist. Nach seinem Studium der Betriebswissenschaft arbeitete er bis 2009 bei SportScheck in München. Seit Januar 2010 unterstützt er das Produktmanagement bei betterplace.org in Berlin. Privat ist der Umweltschutz eines der zentralen Anliegen von Nicklas, der unter anderem das Projekt www.energie-ohne-zukunft.de auf die Beine gestellt hat. Als Product Owner ist er dort für die Weiterentwicklung der Website zuständig, an der täglich mit einem Scrum Team gearbeitet wird. Niklas beschreibt im Interview, wie sein Tagesgeschäft bei betterplace.org aussieht, welche Herausforderungen auf ihn warten und gibt hilfreiche Tipps, die für die Arbeit in der Rolle als Product Owner hilfreich sind.

Steckbrief

  • Name: Niklas Sum
  • Alter: 25
  • Angestellt als: Produktmanager
  • Product Owner Rolle seit: 2011
  • Berufserfahrung gesamt: 2,5 Jahre
  • Branche: Internet, e-Commerce
  • Produkt Thema: betterplace.org – Spendenplattform und Marktplatz für soziales Engagement

Was ist deines Erachtens das Schwierigste bei der Erfüllung der Product Owner Rolle?

Das Schwierigste ist häufig das Setzen von Prioritäten. Auf der einen Seite stehen die Stakeholder mit sehr vielen guten Ideen, auf der anderen Seite ein relativ kleines Entwicklerteam. Hier die richtige Entscheidung zu treffen, was auf die Product Roadmap kommt, in der „Icebox“ landet oder auf die ganz lange Bank geschoben wird, ist essentiell. Weiterlesen