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Rezension: Agile Teams lösungsfokussiert coachen

Wie der Titel des Buches vermuten lässt, geht es um den lösungsfokussierten Coaching-Ansatz in der Arbeit mit agilen Teams. Ein Grundprinzip dieses systemischen Ansatzes lautet „Finde heraus, was gut funktioniert und passt – und tu mehr davon!“. Dieser Inspect & Adapt Gedanke bildet auch die Basis für die ständige Weiterentwicklung agiler Teams. Ein lösungsfokussierter statt problemfokussierter Ansatz hilft dabei, komplexen Situationen in kleinen Schritten entgegenzutreten. Es geht nicht um die Schuldfrage sondern darum, wie sich die Beteiligten selber helfen können. Dies immer unter dem Grundgedanken, dass jeder einen positiven Beitrag leisten mag.

In meiner unterstützenden Rolle für agil arbeitende Teams, gefällt mir dieser systemische Ansatz und Gedanke sehr gut. Das Buch hilft dabei, die Symbiose aus agilem Denken und Coaching besser nachzuvollziehen und öffnet neue Wege, für die Zusammenarbeit mit agilen Teams. Dabei hilft die Orientierung an den bereits verwendeten Instrumentarien, die bei der agilen Produktentwicklung zum Einsatz kommen.

Das Buch hilft nicht nur Scrum Mastern oder Agile Coaches dabei, eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen, zu lernen und die Beteiligten in die Lage zu versetzen, selber Handlungen vorzunehmen und sich dabei Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Rezension erschienen auf produktbezogen.de
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Rezension: Personal Kanban

Personal Kanban ist ja so im Allgemeinen ein interessantes Thema und aktuell in aller Munde. Da ich privat, für meine diversen Projekte und viele private Tätigkeiten stets ein Board pflege, fand ich das Buch mit dem Titel „Personal Kanban – Visualisierung und Planung von Aufgaben, Projekten und Terminen mit dem Kanban-Board“ interessant. Bisher hatte ich meine Kenntnisse aus meiner täglichen Arbeit in meine Personal Kanban Boards einfliessen lassen und war gespannt, was ich noch zusätzlich durch das Buch in Erfahrung bringen konnte. 

„Alle, die ihre Aufgaben, Projekte und Termine im Berufsleben, Privatleben und sozialen Leben stressfreier und effektiver organisieren möchten.“

Mit dieser Beschreibung, die auf dem Buchrücken zu finden ist, fühlt sich jeder sofort angesprochen und möchte mehr erfahren. Weiterlesen

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100% Auslastung – alles Einstellungssache

Boris Gloger schrieb vor einiger Zeit, dass Denken in Auslastung blödsinnig ist. Angeregt durch den Beitrag und das Thema, fielen mir Situationen ein, bei denen Manager auf mich als Scrum Master oder meinen Product Owner zukamen und behaupteten, dass die Teams, mit denen ich arbeitete, nicht ausgelastet seien. Nach einem kurzen Gespräch mit den Managern und betroffenen Teammitgliedern, konnte ich mir dann schnell ein Bild von der eigentlichen Situation machen und die Kommunikation in die richtige Richtung lenken. Wie kam es zu der Annahme und was tue ich in diesen Situationen?

Das Missverständnis

Treffen sich ein Manager und Entwickler auf dem Flur. Sagt der Manager „Na, wie läufts bei euch im Team, kommt ihr voran?“ Darauf sagt der Entwickler „Diesen Sprint habe ich nicht wirklich etwas zu tun, da das Sprint Backlog nur Backlog Items für die Frontend-Entwickler enthält.“ Denkt sich der Manager „Hmmm…, da sitzt jemand rum und hat nichts zu tun!“.

Sie merken, dieser angedeutete Witz hat keine Pointe, weil diese Situation in vielen Unternehmen zum Alltag gehört. Was so nebenbei beim Small-Talk ausgetauscht wird, wirkt sich häufig in falschen Annahmen aus. Leider ist es bei vielen Managern immer noch so, dass sie annehmen, eine 100% Auslastung sei erstrebenswert. Wenn also jemand sagt, dass er „nichts zu tun hat“, dann bedeutet dies für den Manager, dass nicht effizient gearbeitet wird oder der Drang zum regulierenden Eingreifen steigt. Als Scrum Master ist es in diesen Situationen wichtig, in Richtung Management und Scrum Team zu kommunizieren. Weiterlesen

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Manager in Retrospektiven

Ich hatte vor einigen Tagen eine Unterhaltung mit einem Kollegen darüber, ob Manager an Retrospektiven teilnehmen sollten oder nicht. Mein Kollege war der Meinung, dass es zu mehr Transparenz führen würde und die Manager ruhig mitbekommen sollten, was das Team bewegt. Ich bin hier anderer Meinung, da die Retrospektive dem Team gehört und das Event Raum für einen offenen Austausch innerhalb des Teams schafft.

Es fällt jedoch auch hier schwer zu generalisieren und es kommt auf verschiedene Faktoren an, wie bspw. die aktuelle Situation im Team oder dem Unternehmen, die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Firmenkultur oder der Grad des agilen Verständnisses bei den Beteiligten. 

Einen Schritt zurück

Wofür sind Sprint Retrospektiven da? Während des Events schaut das Scrum Team auf den gerade vergangenen Sprint zurück und entwickelt zusammen einen Plan, um aufgedeckte Schwächen in Stärken umzuwandeln oder zu beseitigen. Im Vordergrund stehen dabei nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern vor allem die Steigerung der Qualität der Arbeit und somit des Produkts. Die Inspektion der Dinge, die verbessert werden sollen und die Ausarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung, obliegen dabei den Beteiligten – dem Scrum Team.  Das Event bildet eine Art Schutzraum für das Team, um jegliche Schritte zu besprechen, die dazu führen, dass ein Team sich professionalisiert. Dieser Schutzraum muss meiner Meinung nach erhalten bleiben, denn nur das Team kann sich im Sinne der Selbstorganisation Ziele setzen.

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