MTP Engage Hamburg 2017 in Hamburg

Am vergangen Freitag habe ich bei der MTP Engage in Hamburg als Unterstützer fungiert. Dadurch hatte ich die Chance neben ca. 300 Besuchern einer hervorragenden Konferenz mit dem Schwerpunktthema Produktmanagement beizuwohnen und viele Gespräche mit bekannten und netten Menschen zu führen.

Während meiner Zeit vor Ort, konnte ich glücklicherweise die Gelegenheit nutzen und die Keynote „Memento product mori: Of ethics in digital product design“ von Sebastian Deterding besuchen. In seiner Präsentation verwendet Sebastian anschauliche Beispiele, die einem im ersten Moment amüsant erscheinen, dann einem jedoch mit aller Klarheit ins Gesicht schreien: „Da stimmt etwas nicht!“ Obst in flüssiger und abgepackter Form wird in Kombination mit „dem“ Gerät verkauft, dass wirklich das aller Beste aus dem Inhalt herausholt. Firmen, wie Uber, die das Gesetz gerne ausnutzen und Schlupflöcher nutzen, nur um ihren Marktwert in die Höhe steigen zu lassen.

Sein Vortrag hat mich stark beeindruckt, indem er von Moral und Ethik bei der Produktentwicklung spricht. Davon also, dass es nicht nur darum geht die Kundenbedürfnisse zu befriedigen und damit möglichst „erfolgreich“ als Unternehmen zu sein, sondern vor allem um das Wohl aller. Stiftet das Produkt einen Sinn? Was passiert mit dem Produkt nach dem berechneten Lebenszyklus im Unternehmen? Wie nachhaltig sind die Services und Produkte die wir anbieten? Welchen Fußabdruck hinterlässt mein Produkt in der Welt? Welche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen Firmen die digitale Dienstleistungen und Produkte verkaufen?
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Hansei: Retrospektiven zur Selbstreflexion nutzen

In der vergangenen Woche habe ich erneut einen Personal Kanban Workshop gegeben. Darin geht es nicht nur um das Erstellen eines persönlichen Kanban, dass Verstehen der eigenen Aufgaben oder das Beschriften von Post-its, sondern vor allem um den Blick auf sich selber: Die Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, dem Arbeitsumfeld, der persönlichen Arbeitsorganisation, also einer reflektierenden Wahrnehmung des eigenen Handelns.

Vielen Teilnehmern wird dabei erst (wieder) bewusst, dass sie selber den Stein der Veränderung ins Rollen bringen können und müssen.

„Success can only be achieved through repeated failure and introspection.“ (Soichiro Honda)

Persönlicher Brief an Teammitglieder mit Erinnerung an selbstgestecktes Ziel

Die Teilnehmer von Zeit- und Selbstmanagement Seminaren wissen im Grunde sehr gut, was notwendig ist, um sich zu verbessern: die Veränderung der Gewohnheiten. Ganz im Sinne von „Es muss nicht besser werden, wenn es anders wird. Aber wenn es besser werden soll, muss es anders werden.“ oder „Wenn du das machst, was du immer machst, kriegst du auch immer, was du immer kriegst.“

Toyota hat den Begriff „Hansei“ (jap. „Selbstreflexion“) mit dem Toyota Production System geprägt. Hansei dient dazu, sich seiner eigenen Schwächen im Klaren zu sein und sich dies zu Nutze zu machen, um kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) zu erreichen.

Retrospektiven sind das Mittel meiner Wahl, um die Teams und Unternehmen die ich begleite durch ständiges Inspizieren und Adaptieren die Selbst- oder Teamreflexion voranzutreiben. Dabei lasse ich die Beteiligten auch gerne gezielt sich selber einschätzen.  In den Retrospektiven nutze ich gerne die Frage „Was habe ich in den vergangen Tagen gelernt?“ oder auch „Was weiß ich jetzt, was ich vor dem letzten Sprint noch nicht wusste?“ für den Rückblick und die eigene Reflexion. Für den Ausblick verwende ich oftmals die Frage „Was nehme ich mir persönlich für die nächsten zwei Wochen vor?“ oder „Welche meiner Stärken möchte ich wie ausbauen?“, um auch hier das ständige Lernen bei den Teilnehmern zur Routine werden zu lassen.
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Impro(ve) Agile Game Session auf der Social Media Week 2017

„Dir wächst da was aus den Ohren – ist das Brokkoli?“

Zum zweiten Mal nahmen Laura und ich beim StartUpDay im Rahmen der Social Media Week teil. In der Session mit dem Namen „Impro(ve) Agile“ sollten die Teilnehmer nicht nur Inhalte konsumieren, sondern vor allem auch partizipieren. Damit war bei vielen der Anwesenden die Überraschung perfekt, da sich das Angebot von den übrigen Formaten absetzte. Ziel war es, einen Raum zu öffnen, in dem die Teilnehmer ganz selbstverständlich aktiv mitmachen, hier und da über sich hinausgehen und vor allem Spaß haben.

Die interaktive Session brachte den Teilnehmern agile Werte auf spielerische Weise mit Methoden aus dem Improvisationstheater näher. Die Idee war für uns sehr naheliegend, da es beim Improvisationstheater darum geht, aufeinander zu achten, zusammenarbeiten, zu kommunizieren und aneinander zu vertrauen. Laura, die eine sehr lange Theater- und Improvisationstheater-Vergangenheit hat und in ihrer Freizeit aktiv „Impro spielt“,  warf einmal in einem Gespräch diese enge Verbindung auf. Eine Idee war geboren und musste ausprobiert werden.

Improvisieren auf der Bühne – wie im Arbeitsalltag

Viele wichtige Regeln für das Improvisieren auf der Bühne gelten auch für den Arbeitsalltag in Teams. Ebenso spielen agile (Scrum) Werte wie Fokus, Respekt, Offenheit, Commitment oder Mut eine wichtige Rolle im Improvisationstheater. Die Transition in Unternehmen, der Kulturwandel hin zu agilen Teams verlangt den beteiligten Menschen oftmals einiges ab. Mit gutem Gewissen könnte ich auf Teams zugehen und ihnen die folgende Regeln aus dem Improvisationstheater vorstellen: Weiterlesen